Selbstmord Attentate eine mystische Sicht auf das Thema
Im letzten Beitrag haben wir eine kurze historische Einordung der Thematik „Selbstmordanschlag“ vorgenommen. Die Auswertung der dort angehängten Excel wird Thema des nächsten Beitrages. Die Macht der Statistik ist nämlich äußerst prägnant.
Der Prophet sagte sinngemäß: „Nicht derjenige ist stark, der andere im Ringkampf bezwingt, sonder der, der es schafft seine Wut zu meistern.“
Also auf ins Thema. Selbstmordanschläge werden oft in der allgemeinen Presse allzu leichtfertig mit oberflächlichen Erklärungsmodellen versehen. Einfache Begründungen, die keine weiteren Fragen aufkommen lassen, da sie intuitiv verstanden werden, aber oft weit von den tieferen Realitäten entfernt liegen.
„Junger Mann radikalisierte sich im Internet. Arbeitslos und ohne weitere Perspektive fiel er auf die hinterlistigen Versprechungen extremistischer Prediger rein.“ So oder ähnlich haben wir es in den letzten Jahrzehnten oft in den Medien gelesen. Klingt doch auch ganz logisch, oder?
Ja es mag richtig sein, dass Perspektivlosigkeit, große Versprechungen und Gruppendynamiken etwas mit Menschen machen können. Aber um wirklich zu verstehen was passiert, müssen wir tiefer tauchen.
Achtung Trigger Warnung!!
Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass der Mystiker erkannt hat, was auch der (Mystiker) Psychologie C.G. Jung so treffen sinngemäß in seinem Gesamtwerk formulierte:
„Nicht der Mensch hat Archetypen, Archetypen haben Menschen.“
Was ist damit gemeint? Der Mensch in seiner rohen unentwickelten Form tendiert dazu durch die großen Wirkmächte der Welt gebunden zu sein und sich in ihrem Meer zu verlieren. Wie ein Wassertropfen wird er umhergeworfen von jeder Welle und jedem Wetter, das im Ozean des kollektiven Unbewussten aufkommt. Die Archetypen kontrollieren sein Handeln und Wirken durch ihn hindurch in die Welt hinein. Erst der Mensch, der sich auf den Weg macht und den Pfad der Propheten, Mystiker und Heiligen beschreitet, lernt diese Kräfte in sich kennen und im besten Fall nach vielen Jahren zu beherrschen. Er ist nicht mehr ein Wassertropfen, sondern ein Fisch geworden, der durch die Wellen und Unwetter dieses Meeres hindurch zu schwimmen gelernt hat.
Diese großen Wirkkräfte der Welt sind viele. Ein Ordnungssystem, das und hilft sie zu verstehen, ist das der 7 Himmel und ihrer Entsprechungen im materiellen Universum durch die 7 Planetenkräfte. Die unteren Kräfte sind vielen geläufig und auch auf dem spirituellen Weg begegnen wir den unteren Ebenen gerne. Doch weiter oben gibt es eine Kraft, die uns mit Schrecken erfüllt. Es ist die 5 Ebene. Der Bereich des Mars. Die Kräfte der Zerstörung, des Kampfes, der Vernichtung und Verderbnis sind ihm zugeordnet und alle Wissenden nähern sich nur mit größter Vorsicht. Auch die darüber herrschenden Gottesnamen werden nur selten erwähnt. So können die Wirkkräfte der Schöpfung als Emanationen der göttlichen Namen gesehen werden. Doch selbst Sufis umschiffen diese schwierigen Namen gerne oder erwähnen sie nur am Rande. Es sind Namen wie
- Al-Jabbar- der Bezwinger
- Al-Qabid – der Einengende,
- Al Mumit- Der Tötende, der Zerstörer
- Ad-Darr – der Vernichter, der Schaden Bringende.
Diese Namen sind nichts für Luft und Liebe Mystiker, sondern fordern den Aspiranten sprichwörtlich alles ab. Sie führen ihn am Ende der in den Namen enthaltenen Prüfungen aber zu Weisheiten, die anders niemals zu erringen wären.
Was den Mars angeht, so ist diese Grundkraft trotz ihrer Schrecken unglaublich wichtig für die Existenz der Welt. Wir alle erleben ihre Wirkungen in der Natur im Laufe des Jahreskreises. Wenn der Herbst kommt und die Blätter fallen, sehen wir, wie die Kräfte der Zerstörung langsam die Natur betreten und alles zersetzten, das Vollendete und Gewachsene vernichten und wieder in seine Einzelteile verwandeln. Alles geht in den Schlaf und zur Ruhe, nachdem der Mars sein Werk vollendet hat. Auch in uns selbst erleben wir diese Kraft im Akt der Nahrungsaufnahme und Verdauung. Mit scharfen Zähnen zerreißen wir unsere Nahrung, ob Pflanzen oder Tiere ist dabei egal. Mit starken Säuren wird sie dann zersetzt und zerkleinert, um in ihre Einzelteile zerlegt wieder zu neuem Leben beizutragen.
Aber was hat das alles mit Selbstmord zu tun? Ein normaler Mensch verfügt für gewöhnlich über einen gesund ausgeprägten Lebenstrieb. Für gewöhnlich… doch manchmal und insbesondere unter dem Einfluss der Marssphäre können unerwartete Kräfte der Zerstörung seinem Selbsterhalt in die Quere kommen.
Selbstmord an sich, ist eine der schlimmsten Formen, wie die Marssphäre belastete Menschen prüft. Menschen, die durch Depressionen oder durch scheinbar unüberwindbare Hürden in ihrem Leben gehindert sind zu leben. Das wäre alles, was sie machen müssten. Mit der innewohnenden Marskraft zu leben. Jeder trägt diese Grundkräfte in sich und kann sie nützlich verwenden. Aber nein es passiert etwas anderes. Die Kräfte des Mars wollen gebraucht werden und lassen sich nicht einfach ignorieren. Und wenn sie sich in dem rohen unentwickelten Menschen nicht gegen die Hindernisse seines Lebens wenden, ändern sie die Richtung. Sie kehren sich um. Sie richten sich gegen den Menschen. Jener Mensch wird Opfer der negativen Marskräfte, die ihn nun zur Autoaggression treiben und im schlimmsten Fall zum Selbstmörder werden lassen. Mars lässt sich nicht betrügen oder täuschen.
Ca. 4% der Weltbevölkerung leidet unter Depressionen. Ca. 700.000 Menschen begehen jedes Jahr Selbstmord. Es zählt zu den häufigsten Todesursachen weltweit nach Hunger, Tabakgebrauch, Malaria und Alkoholmissbrauch. Man vergleiche die 7 Millionen Coronatoten mit den 2,1 Millionen Suizid Toten im gleichen Zeitraum von 2020-2023.
Wenn die Marssphäre im Gleichgewicht mit allen anderen Sphären steht, stellt sie keine intensive Bedrohung dar. Sie erfüllt ihre gute und richtige Aufgabe. Aber wenn sie besonders überpräsent wird, sind alle durch sie gefährdet. Das passiert, wenn Kriege ausbrechen und ganze Gesellschaften aufwühlen. Unter diesen Bedingungen durchfluten die Marskräfte und wenn man so will auch seine zugehörigen Wesenheiten, seine archetypischen Ausprägungen und damit seine in uns angelegten Energien die Menschen. Mars beherrscht dann die allermeisten Menschen und nicht umgekehrt. Die meisten werden von diesen Kräften überfordert und verlieren ihre Unschuld auf fürchterlichste Art und Weise. Es hat nichts mehr mit Logik zu tun was passiert. Wenn der Krieg uns durchflutete ist es die Kraft der Zerstörung in allen Ausprägungen, die dann herrscht. Die Marskräfte verspotten all jene, die es rational erfassen wollen und hängen sie kopfüber an den nächsten Balken, auf dass sie dort an ihrer durchdachten Arroganz krepieren. Dann steht diese Kraft lachend und verachtend daneben, wendet sich schließlich dem nächsten Opfer zu und metzelt munter weiter. Die Schwachen werden zornig zertreten.
Die Band „Outlandish“ hat dieses sehr treffend in ihrem Lied „I only ask God“ formuliert:
„Ich bitte Gott darum, dass er mich nicht gleichgültig sein lässt dem Krieg gegenüber, denn dieser ist ein riesiges Monster das hart mit der Unschuld der Menschen verfährt.“
Das ganze Lied ist recht schön und kann hier gehört werden:
https://www.youtube.com/watch?v=mCOpXxi5gUc
Selbstmordattentäter, wie die Statistik zeigt, entstehen zu über 95% nur unter diesen Bedingungen. Es sind keine logisch nachvollziehbaren Taten. Sie wollen auch nicht von Einfaltspinseln wegerklärt werden. Sie folgen vielmehr den wütenden Aggressionen des Mars und diese richten sich in der passenden Menschenvasen nicht nur gegen Feinde. Sie entfalten sich hier vielmehr in der groteskesten Art in Form des Selbstmordattentates. Eine vollumfängliche Aggression, die sich gegen alles und jeden, das eigene Individuum inkludiert richtet. Auch die Atombombe ist eine Erfindung, die in diese Kraftebene fällt. Ein jeder durchdenke dieses selbst.
Wer das versteht, sieht auch, dass der Selbstmordattentäter keine neue Erscheinung ist. Nur die Mittel haben sich gewandelt. Es handelt sich um den schrecklichsten und gefürchtetsten Krieger überhaupt. Er suchte schon die Schlachtfelder der Antike heim und ist in Film und Legenden wohl bekannt. Der Ruf des Schreckens eilte ihm voraus, da einmal entfesselt, keiner mehr sicher vor dieser Art des Kriegers war.
Es ist der Mars-Archetyp des Berserkers.
Das ist eine Form der mystischen Einordung jener Kämpfer, die uns im zivilisierten Westen (der lange von den Unwettern des Mars verschont blieb) regelmäßig ängstigen. Wer das verstanden hat, der versteht auch wie sie zu benutzen und einzusetzen sind. Man bedenke dieses wohl und jeder kann sich selbst Gedanken darüber machen, wie und mit welchen Mitteln diese Wesen der Marssphäre von der höheren Sphäre (der 6. Himmel, Planetenkraft Jupiter) gefürchtet aber auch in die Schlacht gesandt wurden.
Jetzt verstehen wir also was der Prophet meinte als er sagte: „Nicht derjenige ist stark, der andere im Ringkampf bezwingt, sondern der, der es schafft seine Wut zu meistern.“
Die erste Person ist zwar stark im Sinne der allgemeinen Betrachtung, doch durch sie geht die Marskraft nur hindurch und prägt sie. Mars ist quasi sein Meister und dieser Mensch ist Teil des Archetyps. Doch die zweite Person hat den Archetypen gemeistert und ist sein Herr geworden, indem sie die Marskräfte in sich selbst bezwungen hat. Damit ist die zweite Person tatsächlich viel mächtiger und stärker als die Erste.
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